In Luang Prabang und weiter

Posted by on 11. Dezember 2017

Hübsches Städtchen am Mekong. Nach Bangkok und Ayatthaya gibt es hier Luft zum Atmen. Tut gut. Eindruck nach erstem Stadtbummel: Die Stadt ist von Besuchern aus aller Welt gut gefüllt. Und alle schlendern durch die Straßen, sitzen in Cafés und Bars, kaufen, fotografieren… Nun, auch auf uns wirkt vieles sehr exotisch. Etwa die gegrillten Hühnerfüße oder die kleinen Viecher am Spieß, die wie gebratene Ratten aussehen. Wir bevorzugen die Nudelgerichte mit Hühnchen (ohne Füße dran), am liebsten scharf gewürzt.

Die Einwohner sind jedenfalls gut auf diesen Besucherstrom eingestellt. Sie kõnnen von diesem Tourismus gut leben.
Wir sind auf der Suche nach einer 5- oder 6-tãgigen Tour in die Berge. Nach mehreren Agenturangeboten beschließen wir, uns das Programm selbst zusammen zu stellen. 100 bis 120 Euro pro Tag und Person – das war uns beiden zu viel. Tja, und nun sind aus den geplanten 6 Tagen in die Bergwelt und zurück 8 Tage geworden. Wir haben das berühmte Elefantencamp nahe Luang Prabang besucht, haben Wasserfälle bestaunt, sind in ein sogenanntes Whyskidorf geführt worden, das angeblich noch das Leben der Einwohner von einst darstellt (wer das glaubt ist selber schuld) und haben die Höhle mit den hundert Buddha-Statuen besucht.
Mit dem Bus sind wir weiter nach Norden gefahren. Eigentlich wollten wir ja auf dem Fluss namens Eu nach Nong Khiaw. Aber leider hat der Bau eines Staudammes das unmöglich gemacht.
Nong Khiaw ist ein unscheinbares Städtchen. Das Wunderschöne ist das Drumherum: eine traumhafte Bergwelt. Wie aus dem Bilderbuch. Fehlt nur noch, dass der Tiger aus dem Dschungel kommt. Kommt aber nicht.
Ein Reinfall ist unsere erste Unterkunft. Die winzige Bambushütte sah zwar romantisch aus. Doch in Wirklichkeit war sie ein übler dreckiger Schuppen, in dem es nach Piepie gestunken hat. Dafür war sie relativ teuer. Wir haben uns ganz schnell was anderes gesucht. Unterkünfte gibt es reichlich.
Und nun ging es rein in den Wald und rauf auf den Berg. Die Wege müssen eingehalten werden. Abseits können noch Mienen liegen, die die Amerikaner einst abgeworfen haben. Aber auch so wären wir kaum vom Weg abgewichen – durch den Dschungel ist kein Durchkommen für uns.
Eine hübsche Höhle nahe des Ortes gibt es auch noch zu besichtigen – aber das war es dann auch schon an Sehenswürdigkeiten. Da blieb noch Zeit für einen Frisörtermin für Peter, ehe wir von hier aus auf dem Wasserweg weiter nach Norden zogen. Die Tour auf dem Eu war wunderschön.
So sind wir nach etwa 6 Stunden in Muang Khua gelandet. Ebenfalls ein Ort, den man nicht wirklich unbedingt sehen müsste, aber sonst ganz nett ist, um einfach mal Nichts zu tun. Was uns schwer fällt. Also: Markt besucht, einen Wanderpfad (davon gibt es nicht viele) entlang geschlendert, in den Eu geguckt und die verschiedensten Häuserbauten (teils auf Pfählen) bewundert. Wir vermuten, dass die Statiker und Architekten aus Germany die Hände über dem Kopf zusammenschlagen würden und kaum glauben kõnnten, dass die Dinger überhaupt stehen bleiben.

Mittlerweile haben wir den Kurs geändert, sind Richtung Süden unterwegs. Über Luang Prabang sind wir nun in Phonsavan angekommen. Eigentlich nur etwa 500 km entfernt von Muang Khua. Doch die Straßen sind hier so schlecht, dass man dafür besser zwei Etappen einplant. Am ersten Tag waren wir für 300 km ca. 7 bis 8 Stunden unterwegs. Die Fahrzeuge haben ihre beste Zeit schon hinter sich. Sie ruckeln und zuckeln, weichen einem Schlagloch nach dem anderen aus und trotzdem nehmen sie noch genug mit. Wir sitzen eng, weil noch viel Zeug von den Fahrern mitgenommen wird. Für uns groß gewachsene Europäer ist es besonders schwierig. Erwischt das Fahrzeug ein Schlagloch (was oft passiert), hüpfen wir bis fast an die Decke. In der kurvenreichen Strecke wird es manchem übel. Eine Laotin schreit, der Fahrer wirft eine Handvoll Tüten nach Hinten. Ein anderer laotischer Fahrgast schnieft und schnupft immer zu in seinen hochgeschlagenen Jackenkragen. Obwohl es draußen warm ist, sind Jacken wichtig im Bus. Nicht immer lassen sich die Fenster schließen.
Wir sind jedenfalls jeden Abend froh, einigermaßen gut angekommen zu sein, wenn auch ziemlich benommen.
Hier in Phonsavan haben wir uns zwei Tage Zeit gelassen. So haben wir die Ebene der Tonkrüge besucht (eigentlich müsste es Steinkrüge heißen), so ein berühmter archäologischer Ort. Die Töpfe sind wirklich ziemlich groß. Interessant auch die Geschichte und Legenden dazu. Es würde aber zu lange dauern, die aufzuschreiben.
Kürzer ist die Geschichte über unsere Unterkunft. Da haben wir uns gefreut, etwas zu finden, das sauber UND ruhig UND preiswert ist. Dafür aber ist die Elektrik nicht in Ordnung, weshalb Peter im Bad eine ordentlich gewischt bekam. Zum Glück ist nichts Ernstes passiert. Wir können morgen unsere Tour fortsetzen. Nächstes Ziel: Vian Vieng. Die Bus-Fahrkarten haben wir heute schon gekauft. Sicher mal wieder für den speziellen Touristenpreis. Als Dankeschön für den Kauf haben wir nämlich jeder einen Schokoriegel und eine Flasche Wasser bekommen.

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