Auf und ab, Seelöwen und Pelikane

Wir sind in Valparaiso, einer bunten Stadt am Meer, die ein bisschen wie ein kunterbunter Weihnachtskalender aussieht. Der hat so viele Türen, dass man wohl sein Leben lang jeden Tag eine öffnen könnte.

Das sollte man sich aber gut überlegen. Nicht hinter jeder Tür sieht es schön aus. Wir sind während der letzten Tage unserer Chile-Reise in einem Hotel mit einer hübschen Tür untergebracht. Dahinter verbergen sich Zimmerwände, die schon etwas auseinander fallen und Fußböden, die nicht sehr vertrauenserweckend sind. Ein paar Tage lang bleibt das Häuschen hoffentlich noch stehen. Wir sind ja zudem sowieso nur zum Schlafen hier und haben dabei die Augen zu.
Valparaiso ist eine total ausgeflippte Stadt. Eine Hälfte kringelt sich um die Bucht, die andere klebt an der Steilwand. Was für uns ein ständiges Auf und Ab durch Straßen und Gässchen bedeutet. Das ist fast so wie Bergwandern, nur anstrengender wegen des harten Straßenpflasters. Einige der Häuschen in den Straßen und Gassen wirken gemütlich (wobei der Eindruck täuschen kann, wie wir nun wissen), viele sind nur schlichte bis erbärmliche Wohnstätten für die, die sich täglich durchs Leben wurschteln müssen. Jedenfalls aus unserer deutschen Sichtweise.
Trotzdem: Valparaiso ist eine äußerst fotogene und reizvolle Stadt, manche Teile der Steilwand-Hälfte sind flippige Freiluftmuseen mit viel Malerei an Fassaden, Treppen und allem, was es zu bemalen gibt. Fünf Tage, die wir hier sind, reichen gar nicht aus, alles sehen zu können. Dabei legen wir täglich ein ordentliches Wanderpensum zurück – heute waren es über 17 Kilometer, angereichert mit einigen netten Begegnungen mit den Kunstschaffenden.
Dann ist da noch der Küstenstreifen. Man ist noch gar nicht weit gelaufen, begegnen wir Kormoranen, Pinguinen und anderen Vögeln, die uns aber ihre Namen nicht verraten. Ganz großartig war das Treffen mit den Seelöwen. Die haben sich richtig in Pose gelegt, um fotografiert zu werden. Allerdings haben diese Viecher einen enormen Körpergeruch.
Pinguinen sind wir übrigens auch begegnet. Aber das war noch auf der Insel Chiloe. Darüber später mehr, wenn wir noch einen kleinen Chile-Nachschlag geben.

Hast Luego und bis bald in der Heimat

Herby + Trixi
[nggallery  id=19]

Posted in Chile-Impressionen.

One Comment

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.