Im Nationalpark Torres del Paine

Holla, da sind wir wieder. Jetzt gibt es den ersten Teil unseres Berichts aus dem Nationalpark Torres del Paine, der in jedem Reiseführer im Buchformat als der Schönste unter den Schönen besungen wird. Acht Tage und Nächte haben wir in dem Park verbracht und gehaust.


Nur weg hier, war unser erster Gedanke, nachdem wir mit der ganzen Touristen-Ladung aus dem Bus herausgequollen sind. Unser Bus war nicht der einzige. Heute wollten wohl alle in den Nationalpark. Aber das Spektakel der Touristen-Flutwelle soll sich täglich abspielen. Dabei hat die Hauptsaison noch gar nicht richtig begonnen.
Also haben wir zugesehen, mit großen Schritten das Weite zu suchen. Andere auch. Aber Ausdauer macht sich bezahlt, nach einer guten Stunde konnten wir endlich vorwärts und rückwärts blicken, ohne Rucksackleute zu sehen. Zeit also, um langsamer zu laufen. Schnell ging es ohnehin nicht mehr, bei dem Gepäck, das jeder von uns zu tragen hatte -Zeltausrüstung, Iso-Matten, Schlafsäcke, Kochgeschirr, Wechselklamotten und Essen für neun Tage. Bergauf haben wir uns nur noch dahingeschleppt. Doch wer Schönheit will, muss leiden. Die Schönheit gab es rechts und links und rundherum – Frühling vor schneebedeckten Bergen mit blühenden Sträuchern, auf die ich neidisch bin. Da kümmert man sich zu Hause um die Blumentopfpflänzchen – und hier wächst es einfach so.
Nach zwölf Kilometer war dann aber Schluss mit lustig. Der patagonische Abend meldete sich mit Temperatursturz und Windgeheul. Gut, dass wir gerade einen Zeltplatz erreicht hatten. Und gut, dass wir Omas gestrickten Mützen bei uns hatten. In der Nacht war es so kalt, dass wir nur dick eingemummelt, mit Mützen und Handschuhen warm geblieben sind – trotz unserer Schlafsäcke. Danke, Oma.
Gegen das Sturmgeheul die ganze Nacht durch die Wipfel der Bäume (Südbuchen, endlich ein ganzer Wald voller Südbuchen) haben die Mützen leider nicht geholfen. Ein bisschen den Naturgewalten ausgeliefert kamen wir uns schon vor. Und so sollte es die nächsten Tage weiter gehen. Aber darüber demnächst mehr.

Ach so, noch ein Bilder-Rätsel: Wer weiß, was das für gelbe Dinger am Südbuchen-Zweig sind (Bildergalerie), darf uns zu Hause zum Bier einladen:-)

Viel Spaß beim Rätseln,

Herby und Trixi
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Posted in Chile-Impressionen.

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