Sieam Reap, alte Steine und ein Muellproblem

Posted by on 13. Januar 2018

Siem Reap – Stätte der alten Tempel

Irgendwie gehört es wohl zum Standardprogramm: Wenn man schon mal in Kambodscha ist, sollte man die weltberühmten Tempel um Ankor Wat besuchen. Also stand auch für uns die Stadt Siem Reap mit auf dem Plan. Was sollen wir sagen: So um die zwei bis drei Millionen Menschen kommen jährlich hierher. Wir waren zwei davon im Jahr 2018, die sich in dem Gewühle zurecht finden mussten. Nach etwa sechs Stunden Führung mit einem privaten, deutschsprachigen Reiseleiter (den Luxus haben wir uns gegönnt, auch wenn der ziemlich teuer war), konnten wir keine alten Steine mehr sehen. Auch die sintflutartigen Informationen sind dann nur noch an unseren Ohren vorbeigerauscht. Froh, nun auch den letzten der Tempel geschafft zu haben, ging es zurück ins Städtchen. Das müssen sich wohl alle Tempelbesucher gesagt haben, so rappelvoll mit Gästen waren die Straßen und Gassen. Und nun war Party angesagt: Aus beinah jedem Café und jeder Kneipe wummerten die Bässe und grölte Musik. Eine einzige Kakofonie machte sich breit – bis tief in die Nacht und den frühen Morgen hinein. Dann löste der muslimische Gebetssänger ab. Er war auch nicht gerade leise.
Wir waren jedenfalls froh, das partywilde Städtchen mit Ballermann-Syndrom hinter uns lassen zu können.

Mittlerweile sind wir in Sihanoukville, DEM angesagten Badeort am Ozean. Es wird die letzte Station unserer Reise. Heute sind wir angekommen. Der erste Eindruck vom Stadtzentrum: Schmutz, Schmutz, Schmutz … Müll und nochmal Müll. So riecht, nein, stinkt es hier auch. Wir sind in Kambodscha schon einiges an Müll gewohnt. Aber der Anblick hier hat uns die Sprache verschlagen und der Geruch uns das Atmen schwer gemacht.
Wenn das an den vier Kilometer entfernten Stränden auch so aussieht: Prost Mahlzeit.
Wenn das Land Kambodscha sich weiter so zumüllt und seine gerade noch zu erkennende Schönheit mit einer scheinbar ungeheuren Bauwut zerstört, wird es wohl an touristischer Attraktivität einbüßen. Vieles, was touristisch aufgebaut wurde, wird dann wohl den Bach hinunter gehen. Das ist sicherlich eine sehr subjektiv gefärbte Meinung.
Morgen schauen wir uns mal die in den Reisebeschreibungen allseits gerühmte Strandlandschaft an. Wir sind gespannt.

Hier aber erst einmal ein paar Impressionen aus Siem Reap. (Wir haben uns Mühe gegeben, möglichst viel alte Steine und möglichst wenig Besucher zu Fotografieren :). Und ein paar Marktbilder sind auch noch dabei.)

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